Ladies and Gentlemen – start your engines!

Aber zuvor noch das tägliche Briefing durch Roland, der uns mit dem geplanten Tagesablauf vertraut macht – und – Deepak, der uns mit seinem kernigen „Good morning boys and girls – had a good sleep?“ begrüßt.

Der Tag dient in erster Linie dazu, uns an die Motorräder, das Konvoi fahren und an den indischen Verkehr zu gewöhnen. Geplant ist eine Strecke von 40 km, dann folgt eine Mittagspause, und dann fahren wir wieder ca. 40 km zurück.

Aber zuallererst nochmal zur Erinnerung: die Hupe ist wichtiger als das Licht und der Blinker. Die Hupe ist die Sprache der Straße. Sie sagt nicht wie bei uns: hey, mach dich aus dem Weg! Sondern: Achtung, pass auf, hier komme ich. Also lieber einmal mehr hupen als einmal zu wenig. Und dann noch: wenn es auf einer Kreuzung zu einem kleinen Durcheinander kommt, dann ist niemals irgendjemand auf irgendjemanden böse. Niemand ist genervt, und schon gar nicht gestresst. Man mogelt sich einfach irgendwie durch. Und passt natürlich auf, dass einem selbst, aber auch dem anderen nichts passiert. Also eigentlich alles ganz einfach.

Foto vom Kilometerstand machen und los geht die Fahrt – 200m – bis zur nächsten Tankstelle. Geschafft. Alle sind wohlbehalten angekommen. Alle Maschinen volltanken und dann geht es tatsächlich los. Und es fühlt sich bereits nach wenigen Kilometern sehr entspannt und sicher an und man merkt, dass diese Gruppe sehr gut harmoniert und funktioniert. Bei unserem ersten Ziel, an dem wir dann unsere Mittagspause machen, hat sich das glückliche indische Lächeln auch schon in unsere Gesichter geschlichen. Der Verdacht liegt nahe: wir sind bereits jetzt unwiderruflich infiziert. 😊

Auch ist es sofort zu bemerken – wir fallen auf. Man winkt uns vom Straßenrand aus zu und wo immer möglich, werden wir um ein Selfie gebeten.

Und wenn wir dann den Grund unsere Motorradtour erzählen, dann ernten wir Respekt und Achtung und wir werden gesegnet und uns wird eine gesunde und erfolgreiche Reise gewünscht.

Wir sind angekommen – da, wo wir sein wollten. Mitten in unserem Fundride.

Auch der Rückweg zum Ballard Bungalow verlief reibungslos und der letzte Abend in Kochi war zur freien Verfügung.

Nun gilt es packen – denn morgen, Montag, verlassen wir Kochi und starten so richtig auf unsere Tour durch den Südwesten Indiens.

Fazit des Tages: wenn man am Abend in den Wangen Muskelkater vom Lächeln verspürt, dann war es ein guter Tag. 😊

Autor: Ralf Hoffmann – Fundrider & Projektmanager Indien