Begonnen hat unser Tag wieder mit Frühstück, Briefing und der Info, dass unsere Etappe ca. 190 km lang sein wird und wir nun die Berge verlassen werden. Die Route führt uns über einen Pass auf 1.100 m wieder zurück auf 0 m – also Meeresspiegel. Ziel: Malpe/Udupi.
Auch diesmal hat die Strecke alles zu bieten, was man sich als Motorradfahrer nur wünschen kann. Von engsten Serpentinen, Schotterpisten, lang gezogene Kurvenabschnitten bis hin zu einem Highway.
Man konnte an der Vegetation und den Temperaturen deutlich spüren, dass wir die höheren Lagen von Kilometer zu Kilometer verlassen haben. Wo anfangs noch Kaffee wuchs, wechselte die Botanik erst zu Palmen und später dann zu Bananenstauden. Von trockener, kühler Luft kamen wir wieder in die feuchte Wärme der Küstenregion.
An einem Coffee Shop haben wir eine Pause gemacht. Hier gab es Kaffee aus eigenem Anbau und die leckerste Götterspeise, die wir je gegessen haben – Coffee Jelly.
Nach gut 185 km sind wir dann gegen 16:00 Uhr wohlbehalten in unserem heutigen Domizil – dem Paradise Isle Beach Resort – angekommen.
So war Roland, der Organisator der Tour, dann auch sichtlich erleichtert. Er hat diese Tour seit gut einem Jahr geplant und sie hat in dieser Form zum ersten Mal stattgefunden. Planung ist eine Sache, Durchführung eine ganz andere. Dass wir alle die teilweise sehr anspruchsvollen 1.250 km durch die Berge gut überstanden haben und niemand gestürzt ist oder einen Unfall hatte, das war vor allem für Roland, der ja letztendlich die Verantwortung trägt, eine große Erleichterung.
So hat er sich auch noch mal ausdrücklich bei uns allen bedankt, dass wir so gut aufeinander aufgepasst haben.
Es bleibt ja nicht aus, dass bei 18 Motorrädern mitunter Situationen entstehen, die auch mal brenzlig werden könnten. Aber zu gutem Motorradfahren gehört eben auch Intuition, Bauchgefühl, oder wie er auch genannt wird – der siebte Sinn. Also das, was über die physische Wahrnehmung hinausgeht. Und diesen Spirit hatten wir – alle! Diese Gruppe ist zu einem großartigen Team gereift. Und dafür sind wir alle sehr, sehr dankbar! 😊
Morgen fahren wir fast ausschließlich Highway bis nach Agonda. Die letzte Etappe führt uns dann übermorgen nach Goa.
Autor: Ralf Hoffmann – Fundrider & Projektmanager Indien







