Zwischen Plan, Panne und Pfefferduft

Es ist früh am Morgen in Phnom Penh. Die Stadt erwacht nicht langsam – sie springt in den Tag. Motorräder fluten die Straßen, Händler preisen Obst und Frühstückssuppen an, und irgendwo dazwischen beginnt auch unser erster offizieller Tourtag.

Da der Verkehr in Phnom Penh gerade für Fahranfänger*innen auf Rollern zu chaotisch und gefährlich ist – insbesondere in einer Gruppe von 17 Personen – war von Beginn an klar: Der Start auf zwei Rädern erfolgt nicht in der Hauptstadt. Stattdessen beginnt unsere Tour mit einer gemeinsamen Busfahrt in den Süden – nach Kampot, der charmanten Provinzstadt am Fluss, die Ausgangspunkt der ersten Fahretappe sein wird.


Verantwortung verpackt – Hilfe auf dem Weg

Bevor wir losfahren, steht aber noch etwas Wichtiges auf dem Plan:
Unsere mitgebrachte Hilfe wird für den Weitertransport vorbereitet.

  • 15 Rollstühle,

  • mehrere tausend Brillen für das Projekt Augenlicht,

  • und 20 Laptops für die Kandieng Sustainable School

werden verpackt, verladen und aufgeteilt: Ein Teil geht nach Pursat, ein anderer nach Battambang, wo sie später übergeben werden – direkt und persönlich.

Diese Momente, in denen Sachspenden zu Reisezielen werden, sind mehr als Logistik. Sie sind leise Erinnerungen daran, warum wir überhaupt hier sind.


Auf dem Weg – Kambodscha im Vorbeiziehen

Die Busfahrt führt uns durch ein anderes Kambodscha – abseits der Sehenswürdigkeiten und Reiserouten. Entlang der Nationalstraße 3 passieren wir zahlreiche Textilfabriken, in denen vermutlich ein Teil der Kleidung produziert wird, die auch in Europa verkauft wird.

Große Hallen, oft schlicht, manchmal mit Gruppen uniformierter Arbeiterinnen, die auf dem Gelände Pause machen oder zur Arbeit gehen. Die Szene wirkt alltäglich – und regt dennoch zum Nachdenken an: über globale Lieferketten, Produktionsbedingungen und unsere eigene Rolle als Konsument*innen.
Fundriding bedeutet auch, unterwegs aufmerksam zu sein – nicht nur gegenüber dem, was direkt vor uns liegt, sondern auch gegenüber dem, was dahinter steckt.


Roller im Anflug – nicht ganz wie geplant

Während wir unterwegs sind, läuft im Hintergrund parallel die Logistik für unsere Fahrzeuge an.
Denn geplant war von Anfang an: Die Roller werden nicht in Phnom Penh übergeben, sondern erst in Kampot.
Unser kambodschanischer Guide David hat den Transport der 20 Großradroller aus Battambang mit zwei Pickups organisiert – eine Fahrt quer durchs Land, über mehrere Hundert Kilometer.

Doch wie so oft in Kambodscha: Nicht alles läuft nach Plan. Einer der Pickups bleibt mit Motorschaden liegen. Die Roller kommen mit deutlicher Verspätung in Kampot an – zu spät, um wie vorgesehen heute das Fahrsicherheitstraining durchzuführen. Das holen wir morgen nach. Heute heißt es: Geduld – und ein bisschen mehr Zeit zum Ankommen.


Ankunft in Kampot – neue Gesichter, erste Begegnungen

In Kampot treffen wir auf weitere wichtige Mitglieder unseres Teams:

  • Phalla, unser zweiter kambodschanischer Guide – ruhig, erfahren, aufmerksam.

  • Chan Bunna, unser Tour-Arzt, freundlich und bereit für alles von Insektenstichen bis Erste Hilfe.

  • Und unser Van Driver, der das Begleitfahrzeug sicher durch den kambodschanischen Verkehr manövrieren wird.

Am Abend sitzen wir gemeinsam am Ufer des Praek Tuek Chhu und genießen den Sonnenuntergang am Fluß.
Morgen beginnt die erste Etappe auf zwei Rädern – mit Fahrtwind, Begegnungen und der nächsten Portion Abenteuer.


Bleib dran – und hilf mit!

Auch wenn der erste Fahrtag noch auf sich warten lässt – die Reise hat längst begonnen.
In den Köpfen, in den Herzen, in der Logistik.
Und vor allem: in der gemeinsamen Idee, mit dieser Tour etwas zu bewegen.

Wenn du unsere Mission unterstützen möchtest, kannst du das direkt hier tun:
👉 Spenden und mitwirken: www.fundriding.de/spenden

Jede Spende hilft – konkret, transparent und nachhaltig.