Another One Bites the Dust – oder: Reif für die Insel

Der vierte Tag der Fundriding-Tour führt die Gruppe von Kampot in Richtung Sihanoukville – eine Etappe von rund 100 Kilometern, die alles andere als entspannt beginnt.

Staub, Schlaglöcher und Höchstkonzentration

Schon kurz hinter Kampot verändert sich die Strecke.
Etwa 30 Kilometer der Nationalstraße sind derzeit großflächig „under construction“, und diese Baustelle hat es in sich:
Schotter, tiefe Schlaglöcher, lose Steine und dichter Verkehr zwingen die Fahrer*innen dazu, höchste Konzentration zu halten.

Zwischen LKWs, Minivans, Tuktuks und Pickups kämpfen sich die Fundrider im Staubkegel der vorbeiziehenden Fahrzeuge voran. Der Wind weht den roten Erdstaub über die Straße und hüllt alles ein – Sicht, Kleidung, Roller, Haut.

Beim Zwischenstopp auf halber Strecke sehen alle aus, als hätten sie bereits einen Wüstenmarathon hinter sich:
Eine dichte, rote Staubschicht überzieht Helme, Jacken und Gesichter.
Es ist anstrengend – aber jeder und jede weiß: Auch das gehört zu Kambodscha. Und zur Tour.

Weiter Richtung Meer – bis zum Hafen von Sihanoukville

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter. Mit jedem Kilometer rückt das Meer näher, und bald tauchen die ersten Hafenanlagen von Sihanoukville auf.
Dort endet die Fahrt auf zwei Rädern – und ein ganz neuer Teil der Reise beginnt.

Am Industriehafen wartet ein kleines Boot auf die Gruppe. Ziel: Koh Rong Samloem, eine Insel, die wie ein grüner Fleck aus dem blauen Golf von Thailand herausragt.

Da die Fähren nur die touristisch erschlossenen Bereiche der Insel ansteuern, nimmt die Gruppe ein kleines Privatboot – eine 2,5-stündige Überfahrt zur abgelegenen, dem Festland abgewandten Seite der Insel.

Ankunft durchs Wasser – und ein Stranderlebnis wie im Film

Als das Boot schließlich anlegt, gibt es keinen Steg, keine Hafenmauer – nur türkisfarbenes Wasser und ein weißer, unberührter Sandstrand.
Um an Land zu kommen, müssen die Fundrider mitsamt Gepäck durch hüfttiefes, bei manchen sogar brusttiefes Wasser waten. Gelächter, Rufe, etwas Chaos – und viele nasse Hosenbeine.

Doch dann öffnet sich der Blick auf einen Strand, der wirkt wie aus einem Roman:

  • feiner, heller Sand

  • eine ruhige Lagune

  • Palmen, die sich im Wind bewegen

  • Stille – nur durch das Rauschen der Wellen unterbrochen

Ein Robinson-Traumstrand. Ein Ort, der sofort klar macht: Hier ist die richtige Stelle für eine kleine Auszeit.

Ein Moment der Ruhe

Nach den staubigen, anstrengenden Kilometern des Vormittags wirkt der Wechsel fast surreal.
Was eben noch Gerumpel, Hitze und Straßenbaustaub war, ist nun ein Ort voller Ruhe, Licht und Meer.
Die Fundrider gönnen sich eine Pause – bevor die Tour in den kommenden Tagen wieder an Fahrt aufnimmt.

Morgen beginnt ein neues Kapitel dieser Reise. Doch heute heißt es erst einmal: durchatmen, ankommen, Insel genießen.